Neben der Firma Kaspersky hat nun auch die Sicherheitsfirma SMobile Zweifel an der Sicherheit der Apps des Android Marketplace. Laut einer Analyse können 5 Prozent der Apps beliebige Rufnummern wählen und 2 Prozent Nachrichten an teure Premiumdienst versenden. Auf diese Weise kann der User zum Beispiel an teure Abos geraten und hat im schlimmsten Fall erhebliche Folgekosten. Es mag sein das Teile der Analyse stimmen, doch zum einen gibt es bereits entsprechende Sicherheitsapps, die die Weitergabe empfindlicher oder persönlicher Daten kontrollieren. Zum anderen können Verträge, die ohne entsprechende Hinweise zustande gekommen sind, als ungültig betrachtet werden. Ein einfacher Widerspruch genügt, weitere Mahnungen oder Zahlungsforderungen von dubiosen Inkasso-Büros können beruhigt ignoriert werden.
Sicherheitsregeln wie im Internet
Im Android Market werden Apps auf grobe Sicherheitsverstöße kontrolliert. Dass ein App zum Beispiel mit einem Vertragsabschluss gekoppelt ist, stellt kein Sicherheitsrisiko im engeren Sinn dar, obwohl es natürlich unangenehm sein kann, in eine Abo-Falle zu geraten oder unfreiwillig Daten weiter zu geben. Es ist empfehlenswert, dass der Kunde durch das installieren der entsprechenden Sicherheits-Apps seinen Schutz erweitert, damit solche Methoden nicht unentdeckt bleiben. Außerdem ist es natürlich nicht empfehlenswert, sich beliebige Apps unbekannter Anbieter, die zudem auch in keinem Ranking zu finden sind, einfach ohne weitere Prüfung auf sein Smartphone zu laden oder automatische SMS einfach per Knopfdruck loszuschicken oder seine E-Mail-Adresse ohne erkennbaren sind in ein Eingabefeld zu tippen.
Zensurfreiheit oder völlige Sicherheit
Hier gelten ähnliche Regeln, wie beim Zugriff auf Programme und Dateien oder der Weitergabe von Daten, die auch bisher für das Internet galten. Jeder Benutzer sollte diese Regeln eigentlich beherrschen, ebenso wie die Frage wie mit Groupon aktuelle Smartphones zu bekommen sind. Und wie ein PC sollte auch ein Smartphone über ein Sicherheitsprogramm verfügen, das unerlaubten Datenzugriff oder die unfreiwillige Weitergabe von Daten auf dem Handy erkennt oder unterbindet. Ein Problem des Android Markets ist, dass im Endeffekt die Benutzer entscheiden, ob ein App bleibt oder wieder verschwindet. Das funktioniert zwar recht gut, schließt aber ein gewisses Risiko insbesondere unerfahrener Benutzer ein. Das Problem: Google betreibt bewusst keine Zensur, um sich von Apple abzusetzen. Denn umgekehrt wurde Apple dafür kritisiert, dass nicht nur Sicherheitsfragen über den Verbleib eines Apps entscheiden, sondern auch Inhalte. So wurde jüngst ein Spiel des italienischen Spieleentwicklers Molleindustria aus dem App-Store verbannt, ohne dass es sicherheitsrelevante Einwände gab. Das Spiel enthielt lediglich kritische Hinweise zur Herstellung und Vermarktung von Smartphones. Für Android ist das Spiele-App noch zu haben.
Bild: panthermedia.net Mihai Barbu
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